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- Das deutsche Nizza -


Bad Honnef um 1900

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Selhof - Panorama


Selhof - Panorama


Selhof 1865 und um 1900





1865 Blick über die Weinberge von Selhof nach Honnef auf den Drachenfels, 
Lithographie von August Karstein





Alte Ansichtskarte um 1900



Gruß vom schönen Rhein - Blick über Selhof
Alte Ansichtskarte


Selhof, im Vordergrund Häuser am Ohbach und Bachstraße


In der Bildmitte sieht man den sogenannten ehemaligen Steckenhof. Der eigentliche Steckenhof war ein Weingut der Jülicher Kartäuser und lag vermutlich östlich der Hauptstraße zwischen Lohmar- und Moltkestraße.




Selhof Ende 2012
Foto: Dankward Heinrich



Rommersdorf - Weinberge


Rommersdorf und Bondorf


Die Weinberge



Blick von der Brücke Grafenwerth auf die Weinberge von Rommersdorf und Bondorf




Blick über die Weinberge von Bondorf, Rommersdorf nach Westen, 
links am Rand die Villa des Weinhändlers Emil Mayer (in den 1950er Jahren abgerissen)




Frankenweg (ex Clarastraße, später Adolf-Hitler-Straße)





Frankenweg,  Villa Hölterhoff (später Merkens), später abgerissen, Apollinaires Hauslehrerstelle, heute erinnert ein Gedenktafel an der Mauer an Haus und Dichter





Frankenweg, im Vordergrund Villa Oberhoff, links Weinberge





Frankenweg um 1900, links die Weinberge




Blick von der Schaaffhausenkanzel auf Rommersdorf - rechts unten Villa Schaaffhausen




Reichenberger Straße und Umgebung




Im Blick: Weinberg, Reichenberger Straße, dahinter Kreuzweidenstraße sowie Bergstraße ganz rechts, 1905,  links die Häuser Reichenberger Straße 46-52 wie noch heute zu sehen




Blick auf die Reichenberger Straße und Bergstraße durch Weinberge und Felder





Blick auf Reichenberger Straße mit den Häusern Nummern 11, 22, 16




Blick auf Haus Bergstraße 38 (abgerissen), damals im Stil eines schwedischen Blockhauses 
mit Transporthilfe der Esel vom Drachenfels errichtet; davor Wein- und Obstgärten

Rhöndorf - Winzer


Winzer in Rhöndorf

Rhöndorf - Panorama


Rhöndorf - Panorama


Rhöndorf am Rhein


Wo der Drachenfels krönt die bewaldeten Höh'n
Und die Reben gedeih'n an den Hängen,
Wo vom Weinlaub umrankte Häuser steh'n
An zerklüften Bergen und Gängen, 
Liegt Rhöndorf, das Alte am Rhein.



Die Rhöndorfer und Königswinterer Weinberge vor der Flurbereinigung
Alte Ansichtskarte

Ich liebe Dich Rhöndorf, ich liebe Dich sehr 
Mit den schmucken Häusern und Linden,
Und kehren die Ferien wieder mal her, 
So werde ich suchen und finden
Das Rhöndorf, das Alte am Rhein



Drachenfels und Rhöndorfer Kapelle vor der Flurbereinigung
Alte Ansichtskarte


Ich kehre dann wieder im Gasthaus ein, 
Wo die Mädchen kredenzen den feurigen Wein
Das Gasthaus ist alt, die Mädchen sind jung.
Es bleibt mir stets in Erinnerung
Das Rhöndorf, das Alte am Rhein.

P.V.

Alte Ansichtskarte



Rhöndorfer Weinberge vor der Flurbereinigung
Alte Ansichtskarte



Drachenfels mit den Rhöndorfer Weinbergen von Grafenwerth aus (September 2012)
Photo: Dankward Heinrich

Weinkellerei Josef Brungs


Weinkellerei Josef Brungs


Josef Brungs
Quelle: Sammlung von Gerd Schlang, Hürth

Zur Löwenburg


Hotel Zur Löwenburg

Früherer Inhaber: H. Hasse

Heutige Nutzung privat.


Hotel Zur Löwenburg, Rhöndorf
Alte Ansichtskarte

Restauration Grafenwerth


Restauration Grafenwerth


Restauration Grafenwerth
Alte Ansichtskarte

Zur Traube, Rhöndorf


Hotel Zur Traube, Rhöndorf

Früherer Inhaber: Th. Pütz

Heutige Nutzung privat.


Hotel Zur Traube, Th. Pütz, Rhöndorf
Alte Ansichtskarte

Adressbuch 1901


Honnefer Adressbuch 1901

Quelle: Grosses Landes=Adressbuch, Rheinprovinz, Band I: Regierungsbezirk Köln und Regierungsbezirk Düsseldorf, Hannover, Februar 1901, 155-160


Honnefer Einwohner mit Berufen rund um den Wein

5328 Einwohner
  132 Winzer
    38 Wirte + Hoteliers
    16 Schiffer 
    15 Küfer
      7 Weinhändler
      1 Kellermeister
      1 Destillateur



Weinhändler 1901

  • Adams, Pet.
  • Dix, Fritz
  • Weckbecker, Carl
  • Kirsch, Jan
  • Mayer, Emil
  • Neunkirchen, Joh.



Küfer 1901

  • Kurth, Christ
  • Neffgen, Lamb.
  • Neunkirchen, Ignaz + Johann
  • Nischke, P.
  • Profittlich, Johann
  • Schmitz, Ignaz + Math. + Math. jr.
  • Schwippert, Christ., Küfermeister
  • Sommer, Georg
  • Vogel, Jak.
  • Vreden, Hch.
  • Westhofen, F. Joh.
  • Zucharelli, Alb.


Kellermeister

  • Wilbert, Pet.


Destillateur 1901

  • Brungs, Pet. Jos.

























Hardter Häuschen


Hardter Häuschen in Selhof

Stolz thronte einst auf Berges Höh'n das Hardter Häuschen wunderschön ...


Hardter Häuschen (oben Bildmitte) 2013
Foto: Dankward Heinrich


Erbaut um 1830,  wurde das Hardter Häuschen später als Weingut und Ausflugsgastronomie genutzt.


Selhof, Hardter Häuschen, um 1840



Obere Selhofer Straße und Wein am Hardtberg 
sowie Mitte rechts das Hardter Häuschen der Familie Rosenbaum/König 




Selhof,  Hardter Häuschen um 1899 Mitte rechts


"Wer auf dem Plateau angekommen ist, sieht sie gar nicht mehr, die "neue Welt" da unten, die Häuser, die am Hang errichtet wurden, wo einst der Wein auf Terrassen reifte. Der Wind weht, die Wetterfahne knarrt. Schon Guillaume Apollinaire hat dies gehört, der Dichter, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts als Privatlehrer ein Jahr in Honnef aufhielt und mit seiner Liebe, Annie Playden, hier oben geweilt haben soll.

Jedenfalls ist Apollinaire-Kenner Professor Kurt Roessler überzeugt, dass es das Hardter Häuschen in Selhof war, das den französischen Poeten gleich zu zwei Gedichten beflügelte. Damals war das Gebäude mit Traumblick zum Drachenfels, zur Burg Olbrück, zum Rolandsbogen und zur Godesburg eine winzige Terrassengastronomie.

"Das Haus nahe dem Rhein war so romantisch mit seinen großen Fenstern und dem runden Dach, auf dem manchmal die Dachfahne quietschte", schilderte Apollinaire 1901 in seinem Gedicht "Elegie". Und in "Erinnerung" schrieb er: "Die Fensterläden des Winzerhauses schlagen im grauen Wind, der die Reben schaudern macht. Und wir blieben einander geschmiegt stehen und betrachteten Lichter sich widerspiegeln im Rhein."

Das Haus hat keine Fundamente. Die Bruchsteine des achteckigen Turms sind 80 Zentimeter dick. Eine Wendeltreppe führt nach oben. Früher war der Turm über eine Freitreppe zu erreichen. Es war eng im Häuschen auf der Hardt. Aber zunächst diente es ja auch lediglich als Aussichtstempelchen.

Anton Schmitz hat dieses Kleinod errichtet. Er gehörte zu jenen Kölnern, die am Fuße des Siebengebirges Landhäuser besaßen. So gab es in ganz Honnef um 1725 rund 350 Häuser, von denen 40 allein Kölner Bürgern oder Klöstern gehörten. Schmitz war Geheimer Justiz- und Appellationsgerichtsrat, stieg zum Senatspräsidenten am Appellationsgericht auf.

Steil bergan führte auch der Weg von seinem herrschaftlich anmutenden Anwesen aus durch die Reben am Selhofer Hardtberg. Um 1830 ließ er sich dieses Lusttürmchen zur besseren Übersicht und zum Schutz vor Sonne und Wetter setzen."

Quelle: Roswitha Oschmann, Bonner Generalanzeiger, 14.05.2009 (Auszug)